Gemeinde genervt: Buttersäure-Angriffe auf Prostituierte?

Pic: Pixmac.com
Wie die „Märkische Allgemeine“ heute berichtete, will man in der ostdeutschen Großgemeinde Vierlinden an den Bundesstraßen 1 und 87 in Märkisch-Oderland die Prostituierten endlich und endgültig vertreiben.
Dazu will man gegeben falls auch Buttersäue einsetzen, wie nun durch den Zeitungsartikel bekannt wurde. Der Bürgermeister der Großgemeinde Vierlinden, Dirk Illgenstein, fordert zusätzlich noch sog. Sperrbezirke, aber „nicht im herkömmlichen Sinn“.
Diese geforderten Sperrbezirke sollen absolut tabu für jegliche Art von Prostitution sein, was man durchaus irgendwie auch nachvollziehen kann – also diese Forderung der Anwohner und des Bürgermeisters, oder etwa nicht?
Dabei sollen andere Gemeindevertreter noch weiter gehen, denn Jäger sollen angeblich auch stinkende Buttersäure gegen die Prostituierten einsetzen, wenn die Damen nicht von selbst verschwinden. Buttersäure wird vermehrt bei der Jagd eingesetzt um das Wild zu vertreiben. Weiterhin – und dies sagt mir eher zu als diese Buttersäure-Attacken – möchte man die Nummernschilder der Freier im Internet publizieren und sie somit bloß stellen.
In dieser ostdeutschen Gegend, ein Grenzland zu Polen, stehen vermehrt auch Prostituierte, welche ihren Service schon für 20 bis 50 Euro anbieten und man geht eigentlich davon aus, dass die Prostitution von Zuhältern geregelt wird.
Die Streetworker von der Organisation „Belladonna“ sind über die Pläne der Gemeinde ziemlich schockiert. Man kann aber nicht davon ausgehen, dass wirklich Buttersäure eingesetzt wird, denn damit würden sich diese Jäger selbst strafbar machen -> Prostitution ist seit dem Jahr 2002 in Deutschland legalisiert.
Quelle: EXPRESS
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