Schweinegrippe in China – Verdreifachung der Todesfälle

Schweinegrippe
In China hat sich die offizielle Zahl der an einer Infektion mit dem bekannten Virus der Schweinegrippe (A/H1N1) in den letzten zwei Wochen verdreifacht, wie heute aus der chinesischen Presse zu entnehmen ist.
Dabei ordnete die chinesische Regierung vor etwa zwei Wochen an, dass die Meldungen über Infektionen auch bei Verdachtsmomenten sowie bei Todesfällen wegen einer Schweinegrippe-Infektion zeitnah durchgeführt werden, wodurch sich zum Teil diese Verdreifachung der Schweinegrippe-Todeszahlen in China erklären lässt.
Der chinesische Gesundheitsminister veröffentlichte auf der Webseite seines Gesundheitsministeriums in China gestern die aktuellen Zahlen und gab bekannt, dass sich die Todesfälle auf Grund einer Infektion mit der Schweinegrippe nach dem vergangenen Wochenende auf 178 Personen in China belaufen würden.
Zuvor war vom chinesischen Gesundheitsministerium stets die Rede von „nur“ 53 Fällen eines Todes wegen der Infektion mit dem Grippevirus A/H1N1 im Land.
Das Gesundheitsministerium selbst gab mit keinem Hinweis bekannt, wieso es zu dieser Verdreifachung in den letzten zwei Wochen in China gekommen ist, doch wie erwähnt, so könnte dies an der “verbesserten” Meldepflicht von Infektionen und Todesfällen liegen.
Weiter teilte das chinesische Gesundheitsministerium noch mit, dass man davon ausgeht, dass die Schweinegrippe im Land weiter für Todesfälle sorgen wird und die Fälle von Infektionen noch zunehmen werden. Die Epidemie-Situation, so das Gesundheitsministerium aus China, soll weiterhin schwierig und ernsthaft sein.
Trotz der Berichte und Meldungen über zehntausende mit der Schweinegrippe infizierten Chinesen bleiben die Todeszahlen in China noch in einem sehr schmalen Rahmen im Vergleich zu anderen Ländern und deren Schweinegrippe-Statistiken, deshalb ist es schwierig, zu glauben, dass diese Zahlen der chinesischen Behörde wirklich zutreffend sein sollen.
Immerhin warnt man in China die Bevölkerung weiterhin davor, die Schweinegrippe (A/H1N1) auf “die leichte Schulter” zu nehmen, denn gerade im kommenden Winter befürchtet man, dass die Todesfälle auf Grund der Schweinegrippe-Epidemie im Land drastisch ansteigen könnten.
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