PETA: Neue Undercover-Recherche – Exoten-Händler tierfeindlich
Wer Mitte der Siebziger und Anfang der Achtziger für Heavy Metal-Musik brannte, dem dürfte eine Band nicht unbekannt sein: Die Scorpions schafften es aus dem niedersächsischen Sarstedt weit über die Grenzen hinaus in die weite Welt. Ihr Hit “Wind of Change” hatte sogar Auswirkungen auf das gespannte Verhältnis zwischen Ost und West.
Bei Rudolf Schenker, dem 62-jährigen Gitarristen der Scorpions, weht der Wind der Veränderung immer noch. Von innerer Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit ist der engagierte Musiker weit entfernt. Gerade veröffentlichte er sein Buch “Rock Your Life” – ein Lebensratgeber, in dem er für ein bewusstes Leben plädiert. Und dass Tierquälerei da überhaupt nicht reinpasst, ist für Schenker keine Frage. Vor allem das Halten von exotischen Tieren ruft bei ihm völliges Unverständnis hervor.
“Scorpions gehören in den CD-Player – und nicht in das Wohnzimmer-Terrarium!”, so Schenker. “Viele Menschen verdienen mit dem Leid der Tiere ihr Geld und nehmen das Sterben von vielen dieser höchst empfindlichen Geschöpfe in Kauf.”
Die brandneue Undercover-Recherche der Tierrechtsorganisation PETA USA beim “Exoten-Großhändler” U.S. Global Exotics (USGE) deckte Ende 2009 einen erschütternden Tierhandels-Skandal auf: Zehntausende Hamster, Wüstenrennmäuse, Igel, Chinchillas, Frettchen, Schlangen, Eidechsen, Schildkröten, Frösche und andere exotische Tiere wie Wallabys, Faultiere, Nasenbären und Wickelbären litten bei USGE schrecklich in überfüllten und dreckigen Behältnissen. Von artgerechter Haltung keine Spur – den Tieren wurde sogar Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung vorenthalten.
Wenn sich Menschen unbedingt exotische Tiere halten wollen, so plädieren Scorpions-Gitarrist Schenker und PETA gemeinsam dafür, sich für in Not geratenen Tiere aus dem Tierheim zu entscheiden.
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