Israel: Obst-Export aus den Golanhöhen nach Syrien

Israel / Palästina
Der Staat Israel hat heute mit dem Export von Äpfel, wie im Jahr 2006 mit dem Nachbarland Syrien vereinbart, begonnen, somit werden die geernteten Äpfel aus den Golanhöhen nach Syrien exportiert, was irgendwie eine pure Ironie darstellt, wenn man bedenkt, dass diese Region ehemals zu Syrien gehörte.
Die Äpfel sollen laut Informationen von drusischen Bauern aus den Golanhöhen stammen, welche froh sind, ihre Ernte nach Syrien exportieren zu können. Angeblich sollen in den kommenden Wochen täglich bis zu 30 LKWs mit etwa 10.000 Tonnen Äpfeln von Israel nach Syrien unterwegs sein, um die vereinbarten Mengen ins Nachbarland zu exportieren.
Ein Teil des Obstes, welches Syrien aus den Golanhöhen geliefert bekommt, wird Syrien an weitere arabische Nachbarländer weiterverkaufen, wodurch man sich in Syrien einen kleinen Gewinn ausrechnet.
Die LKWs aus Israel werden über den Grenzübergang bei Quneitra fahren, welcher eigentlich nur von Personal der Vereinten Nationen (UN) benutzt wird und für dessen betreten man eigentlich eine Sondergenehmigung braucht.
Der Staat Israel hatte die Golanhöhen, wie sicherlich manchen bekannt sein dürfte, während des Sechs-Tage-Krieges 1967 annektiert und seitdem nicht mehr an Syrien zurückgegeben, auch wenn dies international öfters Kritik hervorbrachte.
Auch wenn die Drusen in den Golanhöhen teilweise die israelische Staatsbürgerschaft besitzen, so wären viele lieber an Syrien als an Israel gebunden, schließlich besitzen viele Drusen im Nachbarland Syrien Familie und Verwandte.
Wie schwierig oder ironisch dieses Gebiet für die dort lebenden Menschen ist, zeigt zum Beispiel der Film „Die syrische Braut“ recht gut.
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